Buntes Land der Träume: So wirken diese Farben im Schlafzimmer

Buntes Land der Träume: So wirken diese Farben im Schlafzimmer

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Titelbild: © chuttersnap/unsplash.com

Rund ein Drittel unseres Lebens verbringen wir mit Schlafen – und damit auch im Schlafzimmer. In diesem Raum ist eine gut durchdachte Farbauswahl von besonders großer Bedeutung. Mit den richtigen Wandfarben wird das Schlafzimmer zum Refugium der Entspannung, eine unglückliche Wahl kann hingegen Unruhe oder verschlechterte Stimmung auslösen und sogar die Schlafqualität beeinflussen. Welche Farben eigenen sich für das Schlafzimmer?

Grün für Naturburschen


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Dank seiner Konnotationen zur Natur wirkt Grün entspannend – allerdings nur, solange keine allzu grelle Sättigung gewählt wird. „Giftgrün“ ist, wie der Name bereits suggeriert, eine Farbe, die in Alarmstimmung versetzt. Besser ist darum ein Pastell-Minzton oder ein dunkles Tannengrün, das als Akzent eingesetzt werden kann. Gut kombinieren lassen sich grüne Wände zum Beispiel mit schwarzen Möbeln und goldenen Details für einen besonders eleganten Look, Holzmöbel und Parkett betonen dagegen den Naturaspekt. Grün ist eine vergleichsweise unübliche Wandfarbe und wirkt damit auf viele gewöhnungsbedürftig – dadurch unterstreicht ein solcher Raum die Individualität, wird aber unter Umständen nicht jedem Übernachtungsgast gefallen.

Blau: Ein Himmel im Eigenheim


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Blau hat eine beruhigende Wirkung: Es erinnert uns an einen wolkenlosen Himmel oder klares Wasser. Umgeben von Blau fühlen wir uns sicher – das macht die Farbe theoretisch ideal fürs Schlafzimmer. Sanftes Pastellblau ist eine gute Wahl und lässt sich besonders gut mit Weiß, Grau, Pastellrosa oder hellen Holztönen kombinieren. Dunkles Blau wirkt edel und elegant, sollte dann aber mit heller Einrichtung und einem hellen Boden kombiniert werden, ansonsten erscheint der Raum schnell dunkel und bedrückend. Ergänzen lässt sich dunkles Blau im Schlafzimmer auch wunderbar durch Gold- oder Silbertöne. Kräftiges Himmelblau sollte man hingegen vermeiden. Diese Farbe entspannt uns zwar, hält aber auch wach, da sie uns signalisiert, es sei helllichter Tag.

Pastellrosa für romantische Nächte


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Zarte Rosatöne sind längst nicht nur etwas für kleine Mädchen – eine Schlafzimmerwand in dieser Farbe verbreitet eine wohnliche und doch romantische Atmosphäre. Wie alle Pastellfarben wirkt Rosa besänftigend und ist damit ideal fürs Schlafzimmer. Klare Linien, moderne gestaltete Möbel und bewusst eingesetzte Grautöne lassen diesen Stil ein wenig erwachsener wirken, Retromöbel und viele Pflanzen passen ebenfalls toll zu dieser Wandfarbe.

Brauntöne sorgen für Geborgenheit


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Braun ist die am häufigsten in der Natur vorkommende Farbe: Holz und Erde umgeben uns im Freien permanent, darum fühlen wir uns in einer braunen Umgebung instinktiv zuhause. Zu schmucklos darf ein braun gestaltetes Zimmer nicht sein – ansonsten wirkt die Farbe schnell erdrückend und das Zimmer kahl. Gut auflockern lässt sich das mit einer kontrastierenden Sekundärfarbe wie Grau oder Grün. Auch Pflanzen sind eine gute Möglichkeit, ein kahles Schlafzimmer aufzuheitern, ohne Unruhe in den Raum zu bringen. Pflanzen verstärken dabei ganz nebenbei die naturverbundene Optik des Raums und verbessern die Luftqualität, was ebenfalls zu einem ruhigeren und erholsameren Schlaf führt.

Diese Farben sind für das Schlafzimmer ungeeignet


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Rot und Orange wirken aktivierend bis hin zur Aggression – das behindert einen gesunden Schlaf. Wer sich eine warme Farbe im Schlafzimmer wünscht, sollte stattdessen auf Gelb zurückgreifen – das wirkt auf heitere Weise anregend und ist zum Beispiel ideal für Morgenmuffel. Lila hingegen kann zwar beruhigend wirken, fördert angeblich aber depressive Verstimmungen. Die Farbe eignet sich darum nicht für Zimmer, in denen sich lange aufgehalten wird. Zarte Fliedertöne eignen sich aus diesem Grund eher für Eingangsbereiche oder die Gästetoilette. Allgemein sollten zu satte und grelle Farben vermieden werden. Hingegen ist das Schlafzimmer der beste Ort, um mit sehr dunklen Wandfarben zu experimentieren – da an diesem Ort nicht gearbeitet werden soll, stört eine optische Verdunkelung des Raumes hier bedeutend weniger als beispielsweise im Wohn- oder Arbeitszimmer.